Berglauf Graden

Rückblick Berglauf Staatsmeisterschaften 2019 in Graden

Wieso Berglauf?

Der Gipfel ist das Ziel.

Am Weg zu läuferischen Höhepunkten phantastische Ausblicke geniessen. Neue Siege erringen, nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen die Schwerkraft. Läufe inmitten herrlicher Berglandschaften. Mit diesen Aspekten als Motivation vor Augen erweitern immer mehr Läufer ihr gewohntes Trainings- und Veranstaltungsrepertoire um die Sportart Berglauf. Jeder, der schon einmal beim Lauftraining einen Hügel hochgelaufen ist, wird festgestellt haben: So ein paar Höhenmeter gehen ganz schön in die Waden.

Der Grazer Sportwissenschaftler Herwig Reupichler weiss warum: «Die Wade und die damit verbundene Achillessehne werden speziell stark gefordert, weil der Fuss, abhängig von der Steilheit des Geländes, nicht mehr mit der ganzen Sohle aufgesetzt wird.» Doch die Wade ist nicht das einzige Körperteil, das beim Berglauf verstärkt beansprucht wird. «Auch die Gesässmuskulatur ist bergauf von grösserer Bedeutung als in der Ebene, da der Fuss, ähnlich wie beim Treppen-Steigen, höher gehoben werden muss als beim normalen Laufen», erklärt der amtierende Wintertriathlon- Europameister der M-30-Kategorie, Reupichler.

Da der Oberkörper weiter nach vorne gebeugt ist als beim Lauf in der Horizontalen, wird zudem die Rückenmuskulatur stärker gedehnt und belastet, ebenso wie die Arm und Schultermuskulatur durch die aktivere Pendel- und Ausgleichsbewegung. Nimmt man alle beteiligten Muskelpartien zusammen, zeigt sich, dass Berglaufen im Vergleich zum «normalen» Laufen relativ nahe an ein ganzheitliches Muskeltraining herankommt. Und auch die Psyche ist bei dieser Sportart speziell gefordert. Geht es nur leicht nach oben, schiesst der Puls in ungeahnte Höhen.

Mental müssen Sie sich als Bergläufer auf ganz neue Gegebenheiten einstellen, da die Laufgeschwindigkeit wesentlich niedriger ist als im Flachen, der Puls aber ständig in Höchstbereichen hämmert.

Quelle: https://www.fitforlife.ch/artikel/berglauf/

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